Die Kirche und die Diskriminierung

Am Wochenende bin ich in Köln auf ein interessantes Plakat gestoßen, das an einer der Baustellen des Kölner Doms seinen Platz gefunden hat:

Plakat am Kölner Dom„Die Kirche verwirft jede Diskriminierung eines Menschen und jeden Gewaltakt gegen ihn um seiner Rasser oder Farbe, seines Standes oder seiner Religion willen, weil dies dem Geist Christi widerspricht.“

Wenngleich ich die Ablehnung von Diskriminierung und Gewalt gegen Menschen nur gut heißen kann, frage ich mich doch,

  1. warum unbedingt diese Einschränkung auf Rasse, Farbe, Stand und Religion sein muss
  2. ob es dann erlaubt seien soll, einen Menschen z.B. wegen der sexuellen Identität / Orientierung, der genetischen Veranlagungen allgemein, des Aussehens etc. zu diskiminieren
  3. ob dieses Plakat an einem Tag wie dem CSD, an dem viele Menschen mit „unchristlichen“ Orientierungen in einer Stadt zusammen kommen, so klug gewählt ist und schließlich
  4. in wie weit das (äußerst prominente) Aufhängen einer Aussage des vatikanischen Konzils aus dem Jahre 1965 darauf hindeutet, wie viel (oder wie wenig) sich die von der Kirche gepredigten Wertvorstellungen seitdem weiter entwickelt haben.

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