Zugfahrt des Grauens

Ich muss zugeben, eigentlich ist es schon fast zu leicht sich über die Bahn lustig zu machen. Ja, die Züge haben oft Verspätung. Ja, die Bahn ist bürokratisch und ineffizient. Ja, viele Bahnmitarbeiter kennen den Begriff „Service“ nur vom Hörensagen. Und jetzt auch noch ausfallende Klimaanlagen in den ICE’s…

Nichtsdestoweniger muss man zugeben, dass man besonders auf weiten Strecken kaum günstiger – Bahn Card vorausgesetzt – und stressfreier an sein Ziel kommen kann. Ebenso komfortabel ist die Buchung eines Tickets online. Unfassbar, dass man dafür früher anstehen musste…

Aber zurück zum eigentlichen Thema. In 95% der Fälle kommt man mit der Bahn zuverlässig an sein Ziel, nicht unbedingt immer pünktlich, aber immerhin ans Ziel. Doch dann gibt es noch diese bestimmten, grauenhaften Tage an denen man sich wünscht, doch lieber zu Hause geblieben zu sein. Dieser Tag war für mich vorgestern.

Wie in jedem guten Horrorstreifen beginnt alles ganz harmlos. Beschwingt steige ich abends in den ICE in Hannover Richtung München. Finde gleich mehrere freie Plätze, lasse mich auf die Polster fallen und genieße die Fahrt. Leider dauert diese nicht ganz so lange wie erhofft: Nach 5 Minuten steht der Zug wieder.

Noch denke ich mir nichts böses. Von den Klimaanlagenausfällen habe ich gehört und bin deshalb mit ausreichend Erfrischungsgetränken ausgestattet. Überhaupt steige ich grundsätzlich in keinen ICE mehr ohne vorher eine Flasche Wasser mitzunehmen, seit ich neulich auf der fünfstündigen Heimfahrt kurz vor der Dehydrierung stand, weil im Bord Bistro das Wasser ausgegangen war.

Ich werde aus meinen Gedanken gerissen: „Verehrte Fahrgäste, uns ist leider der Lokführer abhanden gekommen. Es wird voraussichtlich ca. 60 Minuten dauern, bis der Ersatz eingetroffen ist.“ Verdutzt schaue ich mich um. In meinen Augen ist eine Mischung aus Verwunderung und Unwohlsein zu lesen. Die anderen Fahrgästen sind seltsamerweise völlig ungerührt. Nur eine ältere Dame, deren Blick ich streife, ringt sich zu einem „Irgendwas is ja immer…“ durch.

In meinem individuellen Horrorfilm bin ich anscheinend die Figur, die die Gefahr wittert und anschließend alle Anderen mit seiner Paranoia verrückt macht. Macht sich den keiner Gedanken darüber, dass unser Lokführer anscheinend gerade die Fliege gemacht hat? In meinem Kopf sehe ich unwillkürlich einen panischen Bahnangestellten vor mir, der mit wirrem Blick aus dem (mittlerweile ja stehenden) Zug springt und über die Gleise im Gebüsch verschwindet. Was hat ihn dazu bewogen? Ist eine Bombe im Zug?

Nervös rutsche ich auf meinem Sitz herum, schon jetzt scheint mein Anschlusszug nicht mehr erreichbar. Schließlich werde ich ungeduldig und trete auf den Gang. Die Leere auf den Gängen erzeugt eine beklemmende Atmosphäre. Um das Klischee zu erfüllen bin ich fast versucht: „Hallo, ist da jemand?“ zu rufen. Da auf den Gängen niemand steht, kann ich ungehindert einige Wagen auf der Suche nach einem Servicemitarbeiter durchqueren. Verdammt, die Kontrollettis sind schwerer zu finden, als Kundenberater bei Media Markt.

Nach 8 Waggons gebe ich auf und greife prophylaktisch zum Handy… Funkloch… Horrorfilm-like eben! Nach endlos-scheinenden 70 Minuten setzt sich der Zug anschließend (offensichtlich mit Lokführer) wieder in Bewegung. Endlich habe ich wieder Empfang und nerve den nächstbesten Angestellten der Bahnhotline mit meiner Befürchtung in Würzburg nicht weiter zu kommen, da mein Anschlusszug bestimmt keine Stunde auf mich warten wird. Ich könne mit dem Taxi weiterfahren, erwidert er, allerdings liege die Erstattungsgrenze bei 80 EUR. Ich kann mir ein abfälliges Lachen kaum verkneifen. Diese letzten 130 km werde ich selbst mit meinem flohmarkterprobten Verhandlungsgeschick kaum für 80 EUR überbrücken. Schon leicht genervt, bedanke ich mich und beende das Gespräch.

Um meiner Rolle als Nervenbündel angemessen nachzukommen, springe ich natürlich dem nächsten aus seinem Versteck gekrochenen Service-Mitarbeiter entgegen. Nach dem ersten Schock beruhigt dieser sich und dann mich, dass ich nicht in der fränkischen Pampa stecken bleiben werde, sondern in Kassel auf einen anderen ICE Richtung Stuttgart umsteigen kann.

Welch ein Glück! Das ist der Teil des Films, an dem noch alles gut werden könnte, die Protagonisten jedoch lieber den kürzeren Pfad durch den dunklen Wald nehmen anstatt an der sicheren Straße entlang zu wandern… Also steige ich in Kassel aus und warte auf den versprochenen ICE. 30 Minuten Wartezeit! Na toll!

Als ich endlich im ICE Richtung Stuttgart sitze, fallen mir schon die Augen zu. „Hier noch jemand zugestiegen?“. Ich tue so, als würde ich schon schlafen… „Fahrkarten, bitte!“. Pause. Es nützt nichts. Ich öffne die Augen, krame meine Fahrkarte heraus und grinse „Hanniball Lector“-mäßig freundlich. Der Kontrolleur versteht mein übertriebenes Lächeln falsch und weist mich darauf hin, dass ich im falschen Zug sitze. Ich murmele nur irgendwas mit „Verspätung“, woraufhin der Kontrolleur emotionslos zum nächsten Abteil trottet.

Am liebsten würde ich schlafen, aber irgendwie bin ich dermaßen genervt von der Situation, dass ich erstmal auf meinem Blackberry checke, ob ich denn von Stuttgart an mein finales Ziel Ludwigsburg gelangen kann. Bingo! Fahrplanmäßige Ankunft meines ICE’s 0:44 in Stuttgart. Um 0:58 fährt die letzte S-Bahn aus Stuttgart nach Ludwigsburg. Alles wird gut!

Doch die Dramaturgie macht mir einen Strich durch die Rechnung: der ICE legt eine annäherungsweise Vollbremsung hin und bleibt stehen. „Aufgrund einer Signalstörung…“. Ich hör schon nicht mehr hin…

Um ca. 1:00 Uhr mache ich mich mal wieder auf die Suche nach Zugpersonal. Ich muss dieses mal 11 Waggons durchqueren, bis ich auf eine ganze Herde stoße. Leider befinden sich diese schon im gefühlten Feierabend und lassen sich bei ihrem angeregten Gespräch nicht stören.

Erst ein übertrieben lautes „Entschuldigen Sie!“ lässt die Herde auseinander gallopieren. Und so frage ich den am wenigsten genervt-wirkenden Zugbegleiter wie ich denn von Stuttgart nach Ludwigsburg gelange. Dieser antwortet sehr freundlich (oder vielleicht habe ich den Sarkasmus in seiner Stimme nur überhört!?), ich könne einfach zum Service Point gehen und mir dort einen Taxischein geben lassen.

Plötzlich wandelt sich meine Stimmung. In meinem Kopf schlendere ich zum Service Point, dann zum Taxistand. Ein freundlicher Taxifahrer verstaut mein Gepäck, während ich es mir auf dem lederbespannten Rücksitz einer Limousine gemütlich mache. Das nächtliche Stuttgart fliegt vorbei und alle Anspannung fällt von mir ab. Ahhhhhh.

1:15: die Tür springt auf, ich schleife meiner Koffer auf den Bahnsteig und nähere mich frohen Mutes der Bahnhofshalle. Endgegner-Zeit! In diesem Teil des Horrorstreifens dreht es sich um den einzig überlebenden Protagonisten, der es geschafft hat aus dem Mutanten-Wald zu entkommen und sich nun in Sicherheit wähnt. Doch was wartet hinter der nächsten Ecke? Ich betrete die Bahnhofshalle. Schock! Vor dem Service Point stehen hunderte Menschen. Mein Ledersitz-Traum von eben zerbricht in tausend Scherben. Ich schaue auf die Uhr. Inzwischen hätte ich schon seit eineinhalb Stunden im Bett liegen können.

Mit schweren Schritten stelle ich mich widerwillig an die Monster-Schlange an. Ich fange ein Gespräch mit dem Schwaben neben mir an. Er versucht mich aufzumuntern. „Jetzt sind wir ‚On Line‘ „. Netter Versuch. Redlich kämpfen sich die beiden Schaltermännchen ab, um der Lage Herr zu werden. Leider scheinen sie nichtsdestoweniger den üblichen bürokratischen Prozess einhalten zu wollen. In der ferne kann ich erkennen, dass meine Leidensgenossen Formulare ausfüllen müssen. Ich spiele mit dem Gedanken einfach ein Taxi zu nehmen und anschließend eine Rückerstattung bei der Bahn zu beantragen. Schnell verwerfe ich den Gedanken wieder. Alles ist mir lieber als die Bürokratie-Hölle der deutschen Bahn. Nach einer halben Stunde kommt endlich etwas Bewegung in die Schlange. Die Bahner sind dazu übergegangen die Fahrgäste nach den jeweiligen Reisezielen auf die Taxis aufzuteilen.

Gute Idee. Aber musste das so lange dauern? Hoffnung keimt auf. Nach einer weiteren dreiviertel Stunde: „Ludwigsburg, wer muss nach Ludwigsburg?“ Etwas benommen stolpere ich los, verabschiede mich von dem Schwaben, wünsche ihm viel Glück. Auf dem Parkplatz stehen insgesamt 30 Taxis. Anscheinend haben sich die  Taxifahrer aus dem gesamten Landkreis hier versammelt. Wäre die Bahn beim Ausstellen der Taxischeine nur halb so flexibel, wie die Taxifahrer, die sich hier die Nacht um die Ohren schlagen, meine Leidensgenossen und ich wären schon längst im Bett.

Um 2.45 Uhr flutsche ich aus dem überfüllten Taxi. Läute die Nachtglocke meines Hotels. Der Hoteleigentümer öffnet, ich fasele irgendwas mit „Hölle“ und „Bahn“. Mit allerletzten Kräften schließe ich mein Zimmer auf, falle aufs Bett. 36 Grad im Zimmer, donnernde LKW’s vorm offenen Fenster. Alles verschwimmt. Mein letzter Gedanke: Ob ich zurück vielleicht lieber das Flugzeug nehme…!?

42 Gedanken zu “Zugfahrt des Grauens

  1. Du hast wirklich mein vollstes Mitleid. Andererseits… wenn solche Episoden zu so unterhaltsamen und wirklich lustig zu lesenden Geschichten werden, dann wünsch ich mir unwillkürlich daß Dir öfter mal sowas passiert 😉
    LG Rebekka

  2. einer der schöneren artikel aus dem bahn-genre, mensch haben Sie viel erlebt! aber lassen Sie doch jemanden drüberlesen vor veröffentlichung …

  3. Ich hatte vor wenigen Monaten ein prägendes Erlebnis am Hauptbahnhof in Münster, als mein ICE genug Verspätung hatte, um den letzten direkten Anschluss des Tages zu verpassen. Im Folgenden gab es nur noch die Möglichkeit, mein Ziel durch das Benutzen zweier unterschiedlicher ICE-Verbindungen nacheinander zu erreichen. Kein Problem, man ist ja flexibel. Nun beharrte die Bahnmitarbeiterin am Servicepoint aber darauf, ich hätte ja nur ein Ticket für -eine- ICE-Benutzung übrig, also müsste ich den zweiten Teil der Strecke nochmal bezahlen. Und nicht vielleicht oder irgendwann, denn ich hätte ja glaubhaft versichert, den Zug benutzen zu wollen. Würde ich jetzt nicht bezahlen, müsse sie davon ausgehen, dass ich schwarz fahren wolle und die Polizei rufen.

    I kid you not. Am Müncher Hauptbahnhof wurde mir angedroht, mich verhaften zu lassen, sollte ich nicht sofort ein Ticket kaufen, dass ich bereits bezahlt hatte. Die Situation ließ sich damals, vor wenigen Monaten (und noch heute erscheint sie mir völlig surreal) nur dadurch lösen, dass ich selbst die Polizei angerufen habe. Vorgesetzte schien es bei der Bahn nicht zu geben. Ich hatte mein Ticket dann allerdings plötzlich in der Hand, noch bevor die Beamten eintrafen.

    Ernsthaft – das war die letzte überregionale Bahnfahrt meines Lebens. Nicht zu vergessen, dass ich -ohne Bahncard- die gleiche Strecke alleine im Auto für den halben Preis geschafft hätte.

  4. *lach* Wie geil ist das denn…gut geschrieben, und in allem sehe ich die Bahn wieder… das ist mal typisch deutsche Bahn. Wer weiß, der Lokführer aus dem ersten ICE ist wohl bei der Hitze ein Licht aufgegangen (hoho) und er hat lieber gekündigt und fährt nun Taxi *hehe*
    Ich weiß ja wieso ich Bus oder Mitfahrzentralen nutze….

  5. Nach 3 Jahren Dauer-Bahnfahren (Pendeln zur Ausbildungsstelle) kann mich das Thema öffentlicher Nahverkehr mal gern haben.

    Pünktlichkeit mal abgesehen (es ist einfach nervend, wenn man in einer Woche kein einziges Mal pünktlich auf die Arbeit gekommen ist) empfinde ich Bahnfahren nicht entspannend…vor allem nicht im Regionalverkehr. Denn dann muss man seiner Anschlussbahn gerne mal hinterherhetzen, sich in überfüllte Züge stopfen (Viehwagenflair, olé und natürlich fällt immer die Klima oder die Heizung aus) und wirklich günstiger im Vergleich zu einem sparsamen Diesel ist es auch nicht…zumindest in meinen Fall.

    Jedoch empfinde ich für Dich! Mein persönlicher Rekord waren 3h Verspätung auf der Strecke Köln –> Hamburg, die letzte S-Bahn und den letzten Bus nach Bergedorf und Geesthacht bekam ich dann auch nur mit hängen und würgen! Genau aus dem Grund ziehe ich im jeden Fall mein eigenes Auto der Bahn vor.

    Leidgeplagte Grüße,

    Stephan

  6. Ich denke ja bei „abhanden gekommen“ eher an Langoliers von Stephen King und hätte mir wahrscheinlich ausgemalt, wie der arme Lokführer in einem Zeitloch verschwunden ist.

    Dessenungeachtet hat er bei seinem Wiederauftauchen ein „c“ mitgebracht (9. Absatz, 3. Zeile) ;-).

  7. ganz großes tennis! Dieser artikel hat mir die fahrt zur arbeit versüßt! Danke für diese grandiose unterhaltung

  8. Zumindest waren die Mitarbeiter einigermassen hilfsbereit.

    Als bei mir und meiner Frau (nach einem 15 Stunden Flug + vorige Anreise zum Flughafe = ca. 30 Stunden ohne Schlaf) das Rail+Fly-Ticket meiner Frau nicht funktionierte ging ich auch zum Schalter.
    Deren Computer sagte, daß es schon eingelöst war, was aber durch aufgrund des Einlösedatums unmöglich war (an dem Tag waren wir schon nicht mehr im Dland).

    Dies jedoch störte die Schalterbeamtin nicht im geringsten, sie meinte sogar, daß ich „sie wohl ein wenig anflunkern wolle ha ha ha und das im Computer nicht sein könne, was nicht sein darf“.

    Später meinte sie noch, meine Frau hätte das gemacht und würde sich vielleicht nicht trauen mir es zu sagen.

    Dass das System der Bahn fehlerhaft ist war einfach unmöglich.

    Wenn man 30 Stunden nicht geschlafen hat (im Flugzeug kann ich nie schlafen) und dann so etwas erlebt (und nochmals 2.5 – 3 Stunden verplempert), ist man wirklich in Hochstimmung. 2 Stunden, weil ich 2x vom Bahnschalter zur Fluggesellschaft gerannt bin. Die Fluggesellschaft meinte, nach ihrer Prüfung wäre das Ticket gültig und die Bahn müsse das akzeptieren, was sie trotz Unterschrift und Stempel der Fluggesellschaft nicht tat.
    Und der Weg von den Gleisen, zum Schalter im Frankfurter Flughafen ist auch etwas weit.

    Letztendlich hab ich das Ticket kaufen müssen (knapp 90 Euro).

    Kulanz ist leider ein Fremdwort. Geht nicht geht immer. Liegt irgendwie auch an der Uniform glaube ich, zumindest bei der Beamtin (die noch sehr jung war) an die ich geraten war.

  9. Also ich benutze seit Jahren regelmäßig das Fernzugangebot der Bahn und abgesehen von dem Brand eines Güterzuges, der, eine handvoll Kilometer vor meinem Ziel, zu einer Verzögerung von knapp einer Stunde führte, gab es kaum gröbere Verspätungen und erst recht keine Horrorgeschichten, wie ich sie sonst so lese…man muss bei der Beurteilung dieser Geschichten eben immer Bedenken, dass niemand darüber berichtet, wie pünktlich und problemlos alles abgelaufen ist, bei Millionen Fahrgästen aber eben immer einige Probleme passieren – und das sind dann die Geschichten, die man auch liest.
    Mich hat übrigens bisher noch niemand geweckt, wenn ich schlafend aussah^^

  10. Schön geschrieben in der Tat! Aber angesichts der Meldungen der letzten Tage kommt mir das von der Dramaturgie her zu lasch vor. Wo ist der Part, wo sie – im übertragenen Sinne natürlich – den Axtmörder auf dich los lassen? Wo ist der Klimaanlagenausfall, die haarscharf verpasste Kollision, die davon fliegende Abteiltür? In Teil 2 mehr Action bitte!

    (I’m just kidding.)

  11. was für eine peinliche wehleidigkeitsgeschichte.

    ein zug hatte verspätung und sie mussten sich anstellen, bis sie das taxi nehmen konnten und waren dann rund zwei stunden später im hotel?

    und deshalb schreiben sie diesen stuss auf? wirklich?

    nicht so belastbar, was?

  12. Den Schuß Ironie in der Geschichte haben Sie nicht bemerkt, oder? 😉

  13. Nein, hat sie offenbar nicht. Aber man sollte mal eine derartige Geschichte von Roland Emmerich verfilmen lassen. Mit Jack Nicholson als sadistischer Schaffner.

  14. möchten sie nicht zuerst nochmal nachsehen, worum es sich beim stilmittel ironie genau handelt?

  15. Jan: Mich erstaunt etwas, dass der Lokführer erst 5 Minuten _nach_ der Abfahrt aus Hannover Hauptbahnhof abhanden gekommen sein soll…

    Kannst Du Datum und Abfahrtszeit, evt. sogar Zug-Nr des Zuges nennen?

    Lokführer können durchaus auch durch Verspätungen u.ä. ihre „Lenkzeiten“ überschreiten und dürfen dann aus Sicherheitsgründen nicht weiter fahren. Wieso das aber kurz nach einem großen Knotenbahnhof erst auffallen soll, ist mir schleierhaft.

    In jedem Falle unerfreulich, dass sich die Zugbegleiter in beiden Zügen nicht haben regelmäßig blicken lassen!

    Nichtsdestotrotz hat die Deutsche Bahn ja trotz einer Störung Deine gesamte Reisekette sichergestellt – wär mir neu, dass sich Busunternehmen und Mitfahrzentralen, geschweige denn Fluglinien, darum kümmern, dass man nach einer Störung auch sicher bis an sein Hotel kommt.

  16. @ Stefan
    Klar tun die das. Als mir mal das Gepaeck abhanden gekommen ist, wurde mir das am naechsten Morgen vor die Haustuer gefahren. Und wenn nichts mehr geht, wird das Taxi erstattet oder die Hoteluebernachtung. Kommt nur nicht ganz so oft vor wie bei der Bahn.
    Ich bin wahrlich kein Freund des Fliegens, besonders auf kurzen Strecken finde ich es unverantwortlich, aber wenn ich mir ueberlege, wie ich demnaechst auf eine Konferenz in Genf kommen soll (von Muenchen aus)… Da muss es gar keine Zwischenfaelle geben. Preise und Fahrtdauer kann jeder sofort vergleichen, das ist einfach ein schlechter Witz.

  17. Sehr schön geschrieben, weiter so. :)

    Vermutlich hätte mich aber eher interessiert, warum denn plötzlich der Lokführer „abhanden“ gekommen ist. *g*

    @Marc Michels: Herrliche Idee. 😆

  18. Ich hab vor ’nem knappen Monat auf der „Kurzstrecke“ Eutin-Hamburg ebenfalls Erfahrungen machen müssen, dass die Bummelbahner selbst mit einfachsten Dingen überfordert waren. Und damals hatten wir noch nicht mal 30 Grad…

  19. Ab und zu hat man solche Geschichten, als Bahn-Vielfahrer kenne ich da auch einige, um die soll es aber jetzt nicht gehen.

    Vielmehr kenne ich jemanden, der aufgrund solcher Berichte auch meinte „na, vielleicht besser fliegen…“. Ergangen ist es ihm auch nicht besser: beim ersten Flug hat er wohl Verdacht erregt (warum auch immer) und hing danach Stunden beim Security-Check fest. Okay, bestimmt nur dummer Zufall. Zweiter Flug, Ergebnis diesmal: beim Einchecken zum Rückflug meinte die Dame am Schalter nur, er könne gar nicht vor ihr stehen, laut Computer sei er doch gestern schon zurück geflogen…? Na doll. 😉

  20. ich hatte am montag abend ein ähliches erlebnis auf der fahrt von berlin nach bremen…mein fazit: die service-wüste fängt in der bahn an…

  21. Schöner Bericht, ich finde ihn weder unlustig noch peinlich. Manche Kommentare hier werden offensichtlich von Leuten geschrieben, die von der Bahn selbst zur Imageverbesserung eingesetzt werden, habe ich das Gefühl.

    Siehe Kommentar carmen. Solch unnütze Kommentare zu verfassen halte ich fast schon für dreist. Arrogant, völlig nutzlos und genau das, was sie selbst bemängelt: peinlicher Stuss.

    Siehe auch Stefan K.s Kommentar. Muss man die Bahn wirklich derart in Schutz nehmen, bei all den ganzen Dramen und fürchterlichen Klamotten, die sich gerade jetzt wieder offenbaren?

    Damit meine ich nicht mal nur das Sommerchaos und die aufrichtigen, verantwortungsvollen Bahn-Leute, die einen trotz des Wissens um kaputte Klimaanlagen fröhlich einsteigen lassen und das Ganze am liebsten ignorieren.

    Auch Thomas R.s Kommentar von weiter oben zeigt doch, dass bei der Bahn ganz, ganz verquere Denkweisen und Abzockmethoden Vorrang vor Kundenzufriedenheit und Image haben.

    Die Bahn ist ein absolut furchtbares Unternehmen, was jahrelang in falsche Bahnen geleitet wurde und in keinster Weise die Leistungen erbringt, die man von ihm erwarten sollte und die von ihm gefordert werden.

  22. Amüsanterweise durfte auch ich neulich von Hannover nach Stuttgart fahren. In Hannover schon eine Stunde Verspätung („Böschungsbrand in Hamburg“), bekomme ich gerade so meinen IC in Frankfurt, der mich nach Stuttgart und dann gerade so zum Anschluss-RE Richtung Heimat bringen soll. Er hat auch nur 10 Minuten Verspätung, bis zu dem dämlichen Zeitpunkt, als die Lok samt Zug samt mir in Vahingen mit technischem Schaden liegen bleibt. Wie durch ein Wunder komme ich gegen 1 Uhr in Stuttgart an und werde zum Service Point geleitet, warten, warten, Taxigutschein … der Taxifahrer war fast so glücklich wie ich und hat Aufgrund der plötzlichen Kundennachfrage alle Kollegen an den HBF beordert…

  23. Wirklich sehr schön geschrieben. Schön, dass man aus so einem anstrengenden und nervigen Tag noch etwas zum Lachen zaubern kann. Da will man dich ja gar nicht mehr anders reisen lassen… 😉
    Trotzdem freue ich mich immer, wenn ich dich pünktlich wieder hab. :*

  24. Pingback: Glanzlichter 24 « … Kaffee bei mir?

  25. Der Zugführer könnte wirklich wegen Hitze umgekippt sein. Ich habe von einem Fall gehört, in dem das passiert sein soll, weil die Klimaanlage in der Führerkabine ausgefallen war.

    Die Hauptprobleme bei der Bahn sind die technischen Mängel durch Sparwut und die mangelnde Kommunikationsfähigkeit. So ist das halt, wenn man eine notwendige Infrastruktur uuuuunbedingt an die Börse bringen will. Ich hoffe, die Verantwortlichen schlagen sich das endlich mal aus dem Kopf.

    Gruß, Frosch

  26. Pingback: Die Deutsche Bahn setzt PR-Katastrophe fort /// Railomotive

  27. Ja..auch ich kann das gut nachvollziehen…und Service ist eben ein Fremdwort, aber klingt doch irgendwie chick, gell? Ich selbst bin auch nicht ohne Bahn-schrecken: habe den Fehler begangen, mit meiner Freundin des Nächtens nach Paris zu fahren. Der Zug hatte denn auch verspätung und wir hätten unseren Anschlußzug verpasst. Aber iss ja kein Problem, meinte da die nette Zugbegleiterin, wir könnten ja in Metz umsteigen, von da gäb’s noch eine Verbindung, auch mit unserem Ticket, alles ok…von wegen. MItten in der NAcht standen wir dann erstmal 2 Stunden in Metz und dachten schon es käme gar kein Zug mehr (Ansagen/Anzeigen, wenn der Zug verspätung hat, muss man ja schließlich nicht machen, oder?) dann kam er doch noch, wir rein und alles gut? Nee, denkste. Unser Ticket gelte nicht. Entweder neu lösen oder Strafe und rauß am nächsten Bahnhof. Tja, nun bin ich noch Studentin, meine Freundin auch…Bargeld hatten wir beide nicht mehr genug dabei und außerdem hatten wir ja ein bezahltes, teueres Ticket für die Strecke! Und abgesehen davon hatte uns ihre Kollegin ja den Vorschlag gemacht! Die >Kullanz< der Zugbegleiterin bestand darin uns nicht mitten in der NAcht am nächsten Bhf rauszuschmeißen, sondern uns unsere letzten Kröten für Zuschläge abzuknöpfen…Tja, anschließend waren wir erst mal in Frankreich und jetzt durfte ich mir bei der Bahn anhören, das ich gleich am Bahnhof in Deutschland ?????!!!!! hätte reklamieren müssen!!!! So gibt's nix…wenn ich a biss3erl mehr Geld hätte, wär'Äs mir die Klage wert, denn für meinen Geschmack kam das Androhen von 2-junge-Mädels-mitten-in-derNacht-auf-Kaffbhf-aussetzten einer Nötigung/Erpressung gleich…

  28. Welches Hotel war das denn dann? Vielleicht „Blauzeit“ oder „Nestor“?

  29. Pingback: The Mocking Bird (7) | The Human Muppet

  30. Das war die Villa Forêt… leider ohne Klima und zur Straße raus 😉

  31. Meine Erfahrung: Man kann sich ein wenig Stress ersparen, wenn man sich über Handy oder Netbook mit UMTS-Verbindung bei Verspätungen selbst Alternativen heraussucht. Die Zugbegleiter verfügen über so fortschrittliche Technik nicht und können nur die Informationen der allzu oft überforderten Zentrale weitergeben.

    Konkret: Sylvester letzten Jahres kam im Norden reichlich Eisregen herunter – kann die Bahn nichts für. Wir hatten Glück, kamen noch kurz vor Osnabrück zum Stehen und konnten wieder umdrehen, so dass wir uns ca. 2 Stunden nach Abfahrt wieder in Bremen befanden, um anschließend über Hannover ins Ruhrgebiet zu fahren (die Strecke war noch frei). Vor Hannover werden Fahrgäste Richtung Süden dann auf einen Zug über über Kassel und Frankfurt verwiesen, was ja nun auch deutlich kürzer wäre. Ich fragte nach, ob sich der laut bahn.de gerade Richtung Hildesheim und Göttingen weitergezogene und nun eben jene Strecke blockierende Eisregen schon wieder aufgelöst habe. Diese Information war für die sehr bemühte Zugbegleiterin, nunja, überraschend. Wir sind dann im nun richtig leeren Zug geblieben und haben uns ein paar Stunden Wartezeit in Hannover erspart – die Informationen der Zugbegleiter waren einfach ein wenig veraltet …

    Währrenddessen gingen die Zugbegleiter herum und haben den Fahrgästen ihre Anschlussverbindungen berechnet. Nach Standardfahrplan. Im Internet konnte man hingegen wunderbar einsehen, wie die Züge tatsächlich fuhren. Aber wie gesagt, über solche Technik verfügt das Personal nicht.

    Fazit: Je ein 0-8-15 Smartphone für das Personal im Zug hätte hier bei einer dreistelligen Zahl von Fahrgästen Wartezeiten und Verspätungen im Stundenbereich reduziert.

    Das ist doch traurig – Probleme gibt es immer, das Handling sorgt erst für den Frust.

    Auf der Rückfahrt wegen ausgefallenem Zug aus Italien zu spät für die letzte Tagverbindung in München angekommen. Alternative fährt in 10min, mit 3 Stunden Aufenthalt in Düsseldorf. Oder direkter Nachtzug, der aber eigentlich mit meinem Lidl-Ticket nicht genutzt werden kann. Servicepoint sagt „Kein Problem, aber nur wenn Plätze frei sind. Fragen Sie im Reisezentrum wir können das hier nicht sehen.“ Als ich dort drankomme bleiben noch 2 Minuten bis zur Abfahrt der Alternative. Aber es gibt noch Plätze im Nachtzug, aber wie ich darauf käme, dass ich den benutzten dürfe? Also zurück zum Servicepoint, damit die mir das schriftlich mit Stempel geben. Mit dem Schreiben wieder ins Reisezentrum. Weitere 20 Minuten später hatte man dann auch dort herausgefunden, wie dieser hoch komplexe Fall richtig im System gebucht werden muss.

    Was ich sagen will: Die Bahn hatte an den Verspätungen keine Schuld, einmal war es das Wetter, einmal die Italiener. Trotzdem hat es die Bahn geschafft, durch ihr dödeliges Handling die Unannehmlichkeiten noch zu vergrößern und für Frust zu sorgen.

  32. Hallo Jan, super story. kann ich sie mit namensnennung in gekürzter form senden? du bist echt ein klasse-schreiber.

    jay pe

  33. Hey!
    Was für eine willkommende Abwechslung! Ich recherchier schon tagelang User-Generated-Content über DB (im Rahmen meiner Praktikantenarbeit) – und nun stoß ich endlich mal auf einen unterhaltsamen Beitrag!
    Lob an dich und Danke dafür! So mies deine Reise auch war, sie hat uns allen ne super Geschichte gebracht!

  34. Da habe ich einen ähnlichen Bericht aus 2004 gelesen (nicht mehr online, hatte ihn aber wenigstens gespeichert – und wiedergefunden!). Offenbar hat sich bei der Bahn wenig geändert. :-(

    > Das China-Syndrom
    >
    > Im Fernen Osten, 07.10.2004 n. Chr.
    >
    > 16:15 Uhr, Hotel Kloster Nimbschen, Tagungsende (d. h. bis auf
    > gemütliches Beisammensein und Exkursion am folgenden Tag), Abreise.
    >
    > 16:25 PKW des Transferservices verläßt das Gelände des ehemaligen
    > Klosters Mariathron
    >
    > 16:26 PKW des Transferservices verläßt Nimbschen
    >
    > 16:35 PKW des Transferservices erreicht den Bahnhofsvorplatz in
    > Grimma (Sachsen)
    >
    > 16:37 Oberer Bahnhof Grimma. Einen Unteren Bahnhof gibt es übrigens
    > überhaupt nicht. Warten auf den Zug. Hoffentlich stürzt das
    > geschlossene Bahnhofsgebäude nicht in unsere Richtung, wenn es
    > einstürzt.
    >
    > 16: 40 Ein Zug fährt an Bahnsteig 2 ein. Zum Bahnhof kommt man, indem
    > man über das erste Gleis geht. Eine Unterführung ist hier ebenso
    > unbekannt wie eine Brücke. Dafür sind sämtliche (beiden) Bahnsteige
    > nicht höher als hierzulande die Bürgersteige, eher flacher. Das
    > dritte Gleis hat übrigens gar keinen Bahnsteig.
    >
    > 16:42 Der Bahnwärter, nennen wir ihn T., kurbelt die Schranken des
    > hinter dem Bahnhof befindlichen Überganges herunter, der Zug fährt
    > (Betriebsfahrt) in die Richtung, aus der er gekommen ist, und hält
    > hinter dem Übergang an.
    >
    > 16:44 Eigentlich hätte unser Zug jetzt abfahren sollen.
    >
    > 16:46 Der Zug hat das Gleis gewechselt und fährt nun auf Gleis drei
    > ein, Bahnwärter T. kurbelt die Schranken wieder hoch.
    >
    > 17:05 Der Zug steht noch immer auf Gleis 3, aber von der
    > Gegenrichtung schnaubt eine Dampflokomotive an. Na ja, war doch ein
    > Dieseltriebwagen plus einem Personenwagen. Einsteigen, Bahnwärter T.
    > kurbelt die Schranke herunter, Abfahrt.
    >
    > 17:28 Jetzt hätten wir in Leipzig ankommen sollen, statt dessen sind
    > wir in Beucha.
    >
    > 17:40 Unser Anschlußzug hätte jetzt mit uns in Leipzig Hbf abfahren
    > sollen, aber wir waren kurz hinter Engelsdorf.
    >
    > 17:45 Leipzig Hauptbahnhof. Für den unwahrscheinlichen Fall, daß der
    > Anschlußzug ebenfalls Verspätung haben sollte, und den Bahnhof noch
    > nicht verlassen habe, eilen wir von Gleis 21 zu Gleis 16: Kein
    > Anschlußzug.
    >
    > Weil er noch gar nicht angekommen ist.
    >
    > Und auch nie ankommen wird. Auf der Strecke gibt es nämlich einen
    > Oberleitungsschaden, und deshalb kann der Zug nicht in den Bahnhof
    > einfahren. Statt dessen werden alle Fahrgäste des IC in einen
    > regulären, aber verspäteten Regionalexpreß gestapelt, der fast eine
    > dreiviertel Stunde im Bahnhof steht (mit geschlossenen Türen), bis er
    > sich in Bewegung setzt.
    >
    > 18:53 Leipzig Flughafen: Raus aus dem Zug, Treppe runter, Treppe
    > rauf, rein in den IC. Es wird doch der IC sein? Eine Durchsage, wo
    > wir wären und wo der IC wäre o. ä. gibt’s natürlich nicht.
    >
    > Es ist der IC, wir haben etwa eine Stunde Verspätung.
    >
    > 20:31 Unser Anschlußzug fährt in Hannover ab, ohne uns natürlich,
    > denn wir sind da bei der Zonengrenze, Bahnhof Helmstedt.
    >
    > 21:30 Unser Zug erreicht Hannover, mit 67 Minuten Verspätung.
    >
    > 21:31 Der stündlich verkehrende Anschlußzug sollte abfahren, sodaß
    > wir ihn wahrscheinlich nicht erreicht hätten, aber wozu gibt’s
    > Verspätungen? Er ist noch gar nicht da!
    >
    > 21:40 Abfahrt des Anschlußzuges in Hannover.
    >
    > 23:17 Ursprünglich wollten wir da in Köln sein, statt dessen sind wir
    > zwischen Hamm und Hagen.
    >
    > 23:36 Natürlich bin ich auch nicht plangemäß in Bonn, sondern in
    > Hagen.
    >
    > 08.10.2004 n. Chr.
    >
    > 00:00 Mitternacht sieht uns hinter Wuppertal.
    >
    > 00:27 Köln mag ja schön sein, aber den Zug hier enden zu lassen ist
    > nicht schön, denn mein ursprünglicher fuhr weiter Richtung Koblenz.
    > Der nächste IC geht um 3 Uhr noch was.
    >
    > „Wenn eine Reise bis 24 Uhr wegen eines verpaßten Anschlußzuges nicht
    > wie geplant fortgesetzt werden kann, ersetzt die Bahn Kosten für Taxi
    > oder Hotel bis maximal 80 Euro.”
    >
    > Manchmal lohnt es sich doch, das Kleingedruckte zu lesen! Also zum
    > Schalter, an der Schlange (00:35 Uhr, zwei Info-Schalter,
    > Hochbetrieb!) anstellen, Hotel-Gutschein. Ach nein, doch noch lieber
    > mit dem Taxi weiter fahren.
    >
    > 01:30 Uhr 50 Euro noch was verfahren, auf Kosten der Bahn, aber
    > zuhause.
    >
    > Unsere chinesische Gastwissenschaftlerin braucht auch nur eine halbe
    > Stunde länger nach Hause, und die hat dann einen Direktflug…

  35. Hi,
    Dein Vater machte mich gestern Abend auf diesen lesenswerten Eintrag aufmerksam. Sehr schön, ich habe das auch schon ählich erlebt, allerdings mit ner 18-köpfigen Reisegruppe im Schlepptau die ihren Flieger von Frankfurt über Rom-Addis Abeba-Mombasa nach Arusha erwischen mußte. Unser Zug stand zuerst 50 Minuten auf einer Eisenbahnbrücke hinter Kassel, da war also nix mit aussteigen. Dann alle Mann zurück nach Kassel, dann doch wieder über die Brücke. Da war nämlich gar nichts. Phantomstörung. Später gab’s dann noch nen Stopp 10 km vor dem Airport weil – ja weil der Strom ausgegangen war. Wir sind auf der letzten Rille in die Maschine…. Weil die Ethiopian so unheimlich nett und verständnisvoll war. Man mag sich nicht vorstellen, was passiert wäre wennn, ja wenn….

  36. Du tust mir echt Leid!
    Aber daraus ist eine echt schöne und lustige Geschichte geworden – also eine gute Sache hatte es im Nachhinein dann doch gehabt…

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